Ein Spaziergang nach Aguas Frias

(nm/sd) Bis jetzt hieß es ja immer, dass wir in der Sonnenschule in Aguas Frías sind, doch wenn wir es ganz genau nehmen, dann befinden wir uns in El Mango. Der Name der Häusersiedlung kommt auch nicht von ungefähr, denn wir sind umgeben von einigen Mangobäunen, doch leider werden diese erst im Oktober reif.

Nach ein paar Tagen im Projekt erzählt uns Frank, dass Aguas Frías etwas abseits gelegen liegt. Daraufhin fasten wir den Entschluss, einmal dorthin zu spazieren. Dieses Vorhaben verschob sich von einem freien Arbeitstag auf den nächsten. Doch dann endlich am letzten Freitag, ein Tag vor Abreise, die Sonne schien heiß auf die Schotterstraße, an der die ganzen letzten Tage fleißig mit großer Walze und Bewässerungswagen gearbeitet wurde, begaben wir uns auf einen Spaziergang nach Aguas Frías.

Wir durchquerten den kleinen Fluss in dem die Dorfbewohner sich und ihre Wäsche waschen, eine angenehme Abkühlung für unsere Füße. Auf der anderen Seite angelangt, befanden wir uns auf einem breiten Schotterweg, die Bäume rechts und links ließen es wie eine Allee wirken. Vorbei an Hütten und kleinen Kuhherden gelangten wir in eine Gegend, die ganz anders wirkte, als das, was wir vorher gesehen haben. Es war ruhiger, der Wald dichter und die Atmosphäre entspannter. Aguas Frías waren mehrere vereinzelte Häuser entlang der Straße. Wir trafen Menschen, mit ihrer Guabaernte, eine fast ein Meter lange Hülse mit kleinen, süßen, flauschigen Früchten, und Kinder, die wir auch aus der Schule kannten. Wir fühlten uns wohl hier. Die hohen Bäume spendeten Schatten und der Fluss Kühle.

Als die Sonne langsam verschwand, machten wir uns auf den Rückweg. Ganz beglückt, diesen Spaziergang letztlich noch gemacht zu haben, denn er gab uns einen weiteren Einblick in die Gegend und eine neues Gefühl für den Ort, an dem wir die letzten drei Wochen lebten.