Bericht von der aktuellen Lage in Ecuador

In den aktuellen Nachrichten kommen Berichte zur aktuellen Lage in Ecuador jetzt (Ende April, nur zwei Wochen nach dem Erdbeben) nicht mehr vor. Uns hat der Bericht einer Helferin von vor Ort erreicht, aus dem Marie Eckart die wichtigsten Informationen zusammen gefasst hat.

 

 

(me) Es gibt eine große Panik und Angst, die Menschen machen Zeltlager in Parks und Spielfeldern. Diejenigen, die ihre Wohnung verloren haben, sind in staatlichen Herbergen untergebracht. In der Nacht wird es gefährlich und die Familien halten Stellung. Am meisten werden immer noch Nahrungsmittel und Wasser gebraucht.

 

Die Stadtzentren und Geschäfte sind stark betroffen. Die Häuser und Gebäude stürzen zusammen. In den ländlichen Gebieten schlafen die Familien im Hauseingang, um ihre Häuser zu beschützen und aus Angst vor Nachbeben.

 

Am Anfang waren die staatlichen Institutionen schlecht organisiert, zum Beispiel die Verteilung von Essenspaketen. Inzwischen, auch dank der Besuche von Ministern und des Präsidenten in betroffenen Gebieten, gibt es sogar Beamte in den Zeltlagern.

 

Es gibt sehr viele Freiwillige, auch aus dem Ausland. Es sind aber immer noch nicht genug. Es ist wichtig, dass sie sich bei den koordinierenden Stellen melden, damit sie auch gut eingesetzt werden können. Es gibt schon lange Listen von Menschen die helfen möchten.
Was es nicht braucht sind Touristen oder Menschen die nicht mitarbeiten.

 

Auch viele Familien organisieren sich unter sich. Die Menschen haben einen starken Willen ihre Städte wieder aufzubauen.

 

Das sind Tipps, was getan werden soll, wenn man in betroffene Gebiete kommt und helfen möchte:

 

Man sucht die Registrierstelle, die die Aufgaben vergibt. Falls man lange warten muss, kann man die Herbergen oder Lager aufsuchen und die koordinierenden Personen suchen. Nicht still bleiben, aber auch nicht das schon Geschaffte durcheinanderbringen. Wichtig auch, sich nicht zu überfordern.

 

Versucht als Gruppe zusammen zu bleiben und macht Notfalltreffpunkte aus (in vielen Städten gibt es noch kein Handynetz). Bringt eigenes Essen und Trinken mit und benutzt Staubschutz.

 

Macht euch eine Liste mit den Leitern der Herbergen und Lager. Alle Zonen brauchen Betreuung, aber keine Überversorgung. Die Liste kann dann an neue Freiwillige weitergegeben werden.

 

Die Freiwilligen wird man noch mindestens vier Monate brauchen, für die Notversorgung und bis die Menschen in den betroffenen Gebieten wieder zur Arbeit gehen können.
Am nötigsten braucht es haltbare Lebensmittel, Wasser, Decken, Zelte, Taschenlampen, Mülltüten und Medizin. Geldspenden sind natürlich auch erwünscht!