Ein Wochenende voller Herz

(vg/me) Liebe, Herzschmerz, rote Rosen, oder doch nur ein Muskel, die Pumpe des Lebens? Bei unserem Aprilwochende in Castrop-Rauxel ging es unter anderem um das Zentralorgan des Menschen.

 

Schon lange bevor unser Herz für den InterAKTION-Kurs schlug, wurde dieses Organ von verschiedensten Völkern verehrt. Unsere Reise nach Ecuador führt uns zu den Wurzeln der indigenen Bevölkerung Ecuadors, die das Herz als Sonne des menschlichen Körpers ansah und sogar mit wöchentlichen Opferungen von menschlichen Herzen die Götter beschwichtigten wollte.Auch auf vielen anderen Kontinenten kommt dem Herzen eine besondere Bedeutung zu. In Asien z.B. werden die Gedanken nicht im Kopf verortet, sondern im Herzen, und das chinesische Schriftzeichen für Herz bedeutet gleichzeitig Achtsamkeit.
Das Herz ist das einzige Organ unseres Körpers, das wir spüren können und dessen Klopfen, in einem Moment des Innehaltens, uns immer wieder zum Stauen bringt. Das also ist Leben!
Auf einer wissenschaftlichen Ebene können wir die Kammern, Klappen, Venen und Arterien sehen, die die Blutzirkulation zu jeder Zelle unseres Körpers
ermöglichen. Aber natürlich dürfen wir auch die Gefühlsebene nicht vergessen. Wie kommt es, dass wir unser Herz als Heim unserer Gefühle ansehen? Jedes unserer Herzen hat schon geschmerzt und alle sind wir auf der Suche nach unserem „Herzensthema“.
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“, stellte Saint-Exupery fest. „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Wir wünschen uns für Ecuador, als Mitte der Welt, nicht nur offene Augen, sondern auch
ein offenes Herz, das uns unter den vielen neuen Eindrücken das Wesentliche erkennen lässt.