Wo zwei Welten aufeinander prallen...

Auch in Form eines Gedichtes lässt sich sagen, was als Stimmung vor einem Baucamp lebendig wird. Stella Dikmans hat das versucht.

 

Wo zwei Welten aufeinander prallen

wo Gewohnheiten sich in an ihre Kontinuierlichkeit krallen

Dort hören wir auf zu existieren

Da fängt Neues an zu respektieren

 

Wo zwei Welten sich begegnen

es manchmal nicht mehr aufhört zu regnen

sollten wir all unsere Vorurteile ebnen

 

wir wollen uns darauf einlassen

unsere Chance nicht vermasseln

und am liebsten nichts verpassen

 

es wird sehr ungewohnt

haben noch nie miteinander gewohnt

geschweige denn das Land Ecuador bewohnt

doch werden wir Dinge schaffen

 

und uns auch bei Enttäuschungen wieder zusammenraffen

wir werden Neues sehen

und doch auch Gewohntes pflegen

 

wo zwei Welten aufeinander treffen

Zwei Kulturen an einem Fels zerbrechen

kann es schon mal passieren, dass wir vielleicht innerlich brechen

an Verzweiflung

an Erneuerung

oder vielleicht einfach nur am Toilettendung

 

wir wollen wieder aufstehen

und nicht an unseren Gewohnheiten kleben.

Es wird neu für uns

das wissen wir ja vorher und es wird die Kunst

uns nicht zu verlieren im Möglichkeitsdunst.

Wo die Kulturen aufeinander prallen,

Gewohnheiten sich in ihre Beständigkeit krallen

Dort hören wir auf zu existieren

Dort fangen wir an uns zu respektieren.

 

Ecuador, wir kommen frohgemuts,

sind voller Energie- und Tatendrangbluts.